Leitfaden Steinkonservierung

Alle notwendigen Arbeitsschritte werden im Detail erklärt!

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Produktbeschreibung

Rolf Snethlage, Michael Pfanner
Leitfaden Steinkonservierung.
Planung von Untersuchungen und Maßnahmen zur Erhaltung von Denkmälern aus Naturstein
5. Auflage 2019. 448 Seiten, 145 Abbildungen, 34 Tabellen, kartoniert

Der Leitfaden gehört zu den Standardwerken der praktischen Denkmalpflege. Natursteinkonservierung ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die Objekteigentümer, Architekten, Bauforscher, Denkmalpfleger, Restauratoren und Naturwissenschaftler interdisziplinär lösen müssen.

Welche Konservierungsmaßnahme ist die richtige? Welche Dauerhaftigkeit ist zu erwarten? Was muss der Restaurator beachten? In der Chronologie eines »Idealprojekts«, das nahezu alle denkbaren Fragestellungen berücksichtigt, führt der Leitfaden durch die Abläufe der Befunderhebung, Entscheidungsfindung, Maßnahmenplanung, Ausführung und Nachkontrolle von Steinkonservierungen.

Praktiker können daraus jeweils das »Idealprogramm« zusammenstellen, das ganz auf die individuellen Bedürfnisse seines Objekts ausgerichtet ist. Als Auswahlhilfe ist jedem Kapitel des Leitfadens eine Inhaltsübersicht vorangestellt, aus der anhand festgelegter Kategorien (unverzichtbare, meist erforderliche oder optionale Untersuchung/Maßnahme) eindeutige Prioritäten ablesbar sind. Die notwendigen Arbeitsschritte werden übersichtlich dargestellt.

Alle praxisrelevanten Untersuchungsmethoden, Restaurierungsmaterialien und -techniken werden erklärt. Für Nicht-Fachleute und Quereinsteiger wurde der 5. Auflage des Leitfadens ein Kurzlehrgang zur Gesteinskunde und den Konservierungsmitteln hinzugefügt.

Der Leitfaden richtet sich an alle in der Restaurierung und Konservierung Tätigen, angefangen beim Handwerker über den Restaurator bis hin zum Kunsthistoriker, Architekten, Naturwissenschaftler und nicht zuletzt an die zuständigen Ämter, Auftraggeber und Denkmalbehörden. In erster Linie ist er für die praktische Steinkonservierung gedacht, in der sich Geisteswissenschaft, Restaurierungs- und Naturwissenschaft treffen sollen. Zudem kann er auch verwendet werden, um bei der Markteinführung von Produkten diejenigen Kriterien festzulegen, welche die neuen Produkte erfüllen müssen.

Aus dem Inhalt:

  • Erläuterungen zu den fachlichen Grundlagen der Natursteinkonservierung
  • E1 Genese und Eigenschaften von Gesteinen
  • E2 Marmor – Eigenschaften und Verwitterung
  • E3 Konservierungsmittel und Konservierungsmethoden – kleine Einführung in die chemischen Grundlagen
  • E4 Risikoziffer – Umweltschäden an Skulpturen aus Marmor und Sandstein erfassen und objektiv bewerten
  • Leitfaden Steinkonservierung
  • 1 Erste Sitzung der Projektleitung
  • 2 Objektidentifikation
  • 3 Archivarbeiten
  • 4 Mauerwerk und Statik
  • 5 Hydrogeologie
  • 6 Bestandsaufnahme
  • 7 Zweite Sitzung der Projektleitung
  • 8 Klima- und Schadstoffmessungen
  • 9 Methoden und Laboruntersuchungen zur Konservierung
  • 10 Dritte Sitzung der Projektleitung
  • 11 Bearbeitung der Musterfläche (Probefläche)
  • 12 Vierte Sitzung der Projektleitung
  • 13 Begleitung und Ausführung der Maßnahmen
  • 14 Fünfte Sitzung der Projektleitung
  • 15 Nachkontrolle, Monitoring und Wiederbehandlung
  • 16 Sonderverfahren Acrylharzvolltränkung (AVT)
  • 17 Sechste Sitzung (Abschlusssitzung) der Projektleitung


Die Autoren:

Rolf Snethlage, geb. 1944, studierte Geologie und Mineralogie an der Universität München, promovierte 1974 zum Dr. rer. nat. und habilitierte sich dort 1983 mit einer Arbeit über Sandsteinkonservierung. 1990 erfolgte die Ernennung zum apl. Professor für angewandte Mineralogie. Ab 1977 war er Mitarbeiter des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege in München und leitete das physikalisch-chemische Zentrallabor bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2009. Im universitären Bereich lehrte er an der LMU und der TUM München sowie an der Universität Bamberg und betreute zahlreiche Diplom- und Doktorarbeiten im Bereich Steinkonservierung. Er hat zahlreiche Publikationen verfasst und nationale sowie internationale Forschungsprojekte geleitet. Nach wie vor ist er als fachlicher Berater in Forschungsprojekten und in der Steinkonservierung aktiv.

Michael Pfanner, geb. 1955, studierte Klassische Archäologie an den Universitäten München, Bern und Bonn. Er schloss 1980 mit der Promotion zum Titusbogen als Dr. phil. ab. Es folgten ein Studium der Architektur mit Abschluss als Dipl.-Ing., die Aus¬bildung zum Steinbildhauer und wissenschaftliche Assistenz an der LMU München. Seit 1990 führt er in Scheffau/Allgäu und in München eine Restaurierungsfirma. 2005 wurde er zum Honorarprofessor der Universität Leipzig ernannt. Er ist Mitglied im Verband der Restauratoren, leitete Ausgrabungen im In- und Ausland und veröffentlichte viele Studien zu antiken und aktuellen Architektur-, Bildhauer- und Restaurierungsfragen.